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Nun
lass den Sommer gehen,
Lass Sturm und Winde wehen.
Bleibt diese Rose mein,
Wie könnt ich traurig sein?
(Joseph Freiherr
von Eichendorff)
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Blätter
schweben
farbenfroh
und sanft
zu Boden
wie
die
Jahres
meines Lebens.
(Edith
Tries) |
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ein
herbstspaziergang im wald.
ein knisternder laubteppich zu unseren
füßen.
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um
uns und in uns eine seltsame spannung.
mit den bunten blättern lassen wir noch einmal
alle farben der vergangenen wochen aufleuchten. |
auch
die trauer des herbstes liegt in der luft.
werden und vergehen. beides wird uns streifen auf
den wegen durch neue jahreszeiten. |
Aus:
Annemarie Schnitt, Der Enkelbrief |
"Ach,
nun bin ich zu
gar nichts mehr nütze!",
klagte ein Blatt, als es im
Herbst zur Erde fiel.
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Da
kam ein Käferchen
vorbei und schnappte sich
das Blatt, um darunter
seinen Winterschlaf zu
halten. |
Und
beim Einschlummern
dachte es: "Ein schöneres
Dach könnte ich mir nicht
wünschen!"
Nach
Rudolf Kirsten aus Tania Konnerth, "Sonnenschein an jedem
Tag"
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Blatt
im Wind
tanzen
fliegen
Höhepunkt
eines kurzen Lebens
fünf
Sekunden lang
(Engelbert Schinkel)
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Herbstbild
Dies ist ein Herbsttag,
wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
Und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
Die schönsten Früchte ab von jedem Baum.

Oh stört sie
nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält,
Denn heute löst sich von den Zweigen nur,
Was von dem milden Strahl der Sonne fällt.
(Christian
Friedrich Hebbel)
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| Im Herbste
Es rauscht, die gelben Blätter fliegen,
Am Himmel steht ein fahler Schein;
Du schauerst leis und drückst dich fester
In deines Mannes Arm hinein.
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O schaudre nicht! Ob
auch unmerklich
Der schönste Sonnenschein verrann -
Es ist der Sommer nur, der scheidet;
Was geht denn uns der Sommer an!
(Theodor Storm)
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Herbst angesagt
Blätterfall
erinnerungsbunte
Laubberge
Durchblick durch
nackte Äste
ins Offene
Rückzug in
warme Nischen
neue Rituale
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Herbst
angesagt
alles anders
und neu
alles wie gestern
wie morgen
alles eingebettet
in deinen Tag
in deine sich
rundende Zeit
(Annemarie
Schnitt) |
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Herbst
einziehen
in das Haus
warmer Gedanken
die Früchte
des Sommers
sie lagern in dir
(Annemarie
Schnitt) |
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| Herbst
Zu Golde ward die Welt;
zu lange traf
der Sonne süßer Strahl
das Blatt, den Zweig.
Nun neig
dich, Welt, hinab
in Winterschlaf.
Bald sinkt's von droben dir
in flockigen Geweben
verschleiernd zu -
und bringt dir Ruh,
o Welt,
o dir, zu Gold geliebtes Leben,
Ruh.
(Christian Morgenstern)
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Herbst
II
Rings
ein Verstummen, ein Entfärben:
wie sanft den Wald die Lüfte streicheln,
sein welkes Laub ihm abzuschmeicheln;
ich liebe dieses milde Sterben.
Von hinnen
geht die stille Reise,
die Zeit der Liebe ist verklungen,
die Vögel haben ausgesungen,
und dürre Blätter sinken leise.
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Die
Vögel zogen nach dem Süden,
aus dem Verfall des Laubes tauchen
die Nester, die nicht Schutz mehr brauchen,
die Blätter fallen stets, die müden.
In dieses
Waldes leisem Rauschen
ist mir als hör' ich Kunde wehen,
dass alles Sterben und Vergehen
ist nur heimlich still vergnügtes Tauschen.
(Nikolaus
Lenau) |
| Herbstinspiration I
Herbst
Zeit der Besinnung
Ruhe
Nebelmeer
lädt ein
zur Rückkehr nach innen
Kraft tanken
die Gedanken durchwehen lassen
vom Wind
Klarheit finden
für den Frühling
(Engelbert Schinkel)
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Im
Herbst
Der
schöne Sommer ging von hinnen,
Der Herbst der reiche, zog ins Land.
Nun weben all die guten Spinnen
So manches feine Festgewand.
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Ja,
tausend Silberfäden geben
Dem Winde sie zum leichten Spiel,
Die ziehen sanft dahin und schweben
Ans unbewusst bestimmte Ziel.
...
(Wilhelm Busch) |

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